ECSwin Konfigurierung, Parametrierung und Datenvisualisierung für U16xx-Summenstationen unter MS-WindowsProgrammeigenschaften Das im folgenden beschriebene Programm ECSwin dient in erster Linie zur Konfigurierung und Parametrierung von Summenstationen der Typen U1600, U1601 und U1615 in einem Energy Control System (ECS-LAN). Darüberhinaus wird das Lesen der Energieverbrauchsdaten und das Visualisieren der gelesenen Daten in Form von Messwerttabellen und Grafikdarstellungen unterstützt. Das Programm arbeitet unter dem Betriebssystem MS-Windows ab Version 3.x. Es sei darauf verwiesen, dass die gleiche Programmversion auch unter den Betriebssystemen WINDOWS 95, WINDOWS 98 und WINDOWS NT erprobt worden ist. Darüber hinaus kann eine vollständig überarbeitete Version (inhaltlich gleich) abgerufen werden, die für Rechner mit 32-Bit-Betriebssystemen (ab WINDOWS 95) entwickelt worden ist. Im einzelnen werden folgende Funktionen bereitgestellt:
Der Datenaustausch mit der über die RS232-Schnittstelle an den PC angeschlossenen Summenstation erfolgt über ein Programm (FELAN.EXE), welches als DDE-Server (Dynamic Data Exchange) seine Leistungen beliebigen DDE-Klienten (auch mehreren Klienten gleichzeitig) zur Verfügung stellt. Dieses Programm, das selbst nur mit einer sparsam gestalteten Oberfläche ausgerüstet ist, übernimmt die Parametrierung und Bedienung der RS232-Schnittstelle (es können Übertragungsraten bis 115200 Baud realisiert werden; die Summenstation kann auch per Modem angewählt werden), indem es die von den DDE-Klienten erhaltenen Anfragen verwaltet (z.B. Warteschlangenverwaltung oder Absicherung der Datenübertragung mittels Prüfsumme), an die Summenstation weiterleitet und den Klienten informiert, wenn die Antwortdaten zur Verfügung stehen.
Ausgewählte Programmkomponenten Mittels des Terminal-Formulars kann mit einer Summenstation frei kommuniziert werden, wobei die Kenntnis der Energie Control Language (ECL) unbedingte Voraussetzung ist. Es gibt zwei prinzipielle Möglichkeiten, ein solches Terminalfenster zu verwenden: einmal als leeres Fenster, wobei die ECL-Befehle normal über die Tastatur einzugeben sind, oder als Fenster mit Textinhalt, welches durch Laden einer bereits vorhandenen Befehlsdatei erzeugt wird. Die im Menü Konfigurieren zusammengefassten Programmkomponenten erlauben das Lesen und Ändern der vorhandenen geräte- und kanalbezogenen Parameter einer Summenstation sowie die Neuparametrierung einer Summenstation auf der Grundlage gespeicherter Daten.
Die Daten werden in der Regel in Tabellen (ähnlich EXCEL) verwaltet, so dass auf alle Felder der Tabelle einfach zugriffen werden kann. Durch einfaches Umschalten zwischen den Stationen des Netzes können Parameter unkompliziert auf andere Stationen übertragen werden. Vom Programm werden bestimmte Sinnfälligkeitskontrollen bereits während der Dateneingabe durchgeführt. Das betrifft beispielsweise bestimmte Kanalparameter, bei denen nur eine begrenzte Anzahl von Zuständen eingegeben werden kann (z.B. EIN oder AUS) oder die Prüfung der Konvertierbarkeit von numerischen Datenfeldern. Das Formular zur Generierung virtueller Kanäle bietet einfachen Zugriff auf die Stationen im Netz sowie auf die Kanäle der einzelnen Stationen. Durch Selektion der Kanalnamen kann eine Liste der zur Summenbildung vorgesehenen Kanäle erstellt werden. Nach Festlegung der Kopplungsart und der Nummer des virtuellen Kanals wird das Hintergrundprogramm durch ECSwin generiert. Ein eventuell bereits vorhandenes Hintergrundprogramm wird beim Wechsel der Zuordnung angezeigt, um ein versehentliches Überschreiben auszuschließen. Im Gegensatz zu den Programmkomponenten im Menü Konfigurieren nehmen die Programme, die unter dem Menü Anzeige zusammengefasst sind, keinerlei Veränderungen an den Parametern oder Daten einer Summenstation vor. Sie dienen ausschließlich zur Darstellung aktueller Daten und Parameter. Eine Ausnahme bildet lediglich die Darstellung des Panels, da mit den dort vorhandenen Tasten, die denen am Gerätepanel entsprechen, Parameter gestellt werden können.
Der Befehl LAN-Topologie ermittelt die Summenstation, die mit dem PC verbunden ist, liest eine Liste der rechten und linken Nachbarn aller Summenstationen und generiert daraus eine Darstellung, die den formalen Aufbau des ECS-LAN wiedergibt. Dabei wird jede Summenstation durch ein Rechteck mit der Kennung und Typ im Inneren dargestellt. Durch eine farbige Hervorhebung (bzw. BUS-rechts mit Ausgang am unteren Rand und BUS-links mit Ausgang am oberen Rand des Kastens) wird angezeigt, welche Station über welche Schnittstelle mit der jeweils nächsten Station verbunden ist. Mit dem Formularen Energie/Leistung und Schreiber im Menü Anzeige können Messdaten aus den U 1600-Summenstationen ausgelesen und in einer Tabelle bzw. als Kurvenverlauf dargestellt werden. Der Zugriff auf die Intervalldaten wird dadurch unterstützt, dass die formatierten Kanäle in der Liste aller Kanäle hervorgehoben sind und die Auswahl des Zeitraumes durch einen Kalender unterstützt wird. Die Daten können als Datei gespeichert werden. Bei den gespeicherten Daten handelt es sich um ein Textformat mit dem Tabulatorzeichen zur Trennung der Elemente. Dadurch lassen sich die Daten in EXCEL-Tabellen laden und bearbeiten.
Bedienung des Programmes Die Oberfläche des Programmes ECSWIN.EXE ist an den Windows Multi Dokument Interface (MDI) Standard angelehnt. Das heißt, daß beliebig viele Formulare (gleiche und verschiedene) zur selben Zeit geöffnet, innerhalb des Hauptformulars frei plaziert und permanent mit Daten versorgt werden können. Der Aufruf der einzelnen Programmkomponenten kann entweder über das Menü oder durch Anklicken eines Symbol auf der Symbolleiste vorgenommen werden. Wichtige System-Informationen und kurze Hilfehinweise zur Bedeutung der Elemente des Programmes werden direkt in die Statuszeile des Hauptfensters eingeblendet. Alle geöffneten Formulare werden in das Menü Fenster eingetragen, wodurch neben dem Umschalten durch Anklicken mit der Maus der direkten Zugriff auf alle Formulare sichergestellt wird.
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