COMAopt

Optimierungsprogramm

Programmeigenschaften

Das Betriebsdatenerfassungs- und Optimierungsprogramm COMAopt ist eine auf einem IBM-kompatiblen Personalcomputer (z.B. auch Industrie-PC) unter dem Betriebssystem MS-DOS® lauffähige on-line-Software zur computergestützten Meßwerterfassung und -archivierung auf Basis des Systems U 1600 (Energy Control System) der GOSSEN-METRAWATT GMBH, die den Energiebezug optimiert. Es dient darüberhinaus sowohl zur Visualisierung von Leistungsdaten, beispielsweise als Hilfsmittel für die Fahrweise von Industrienetzen, wie auch zur Gewinnung von Energiedaten, beispielsweise als Basis für kostenstellenbezogene Abrechnungen.

Im Grundtakt von sechs Sekunden werden die Zählwerte ausgelesen, um hieraus Momentan- und Trendleistungen berechnen, gegebenenfalls Schalthandlungen durchführen sowie die Aktualisierung entsprechender Bildschirmanzeigen vornehmen zu können. Nach Ablauf eines Abrechnungsintervalls (meist ist dies eine Viertelstunde) sowie beim Tageswechsel werden die entsprechenden Zählerstände archiviert. Alle übrigen, z.B. aus Bedienhandlungen resultierenden Aktivitäten werden ereignisgesteuert und mit einer festgelegten Priorität in die zwischen den Messungen verbleibende Zeitspanne eingetaktet.

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Gemessene Größen können als Leistung grafisch auf dem Bildschirm dargestellt werden, und zwar online (immer alphanumerisch und bei Bedarf grafisch) oder retrospektiv (ausschließlich grafisch und parallel zur alphanumerischen on-line-Anzeige).

Der Inhalt der grafischen Bildschirmdarstellung ist auf Drucker ausgebbar. Der retrospektive Verlauf gemessener Größen kann sowohl auf dem Bildschirm punktweise verifiziert als auch zur Weiterverarbeitung in anderen Programmen auf Diskette ausgegeben werden.

Das Programm verdichtet die gemessenen Werte selbsttätig zu Protokollierungszwecken (z.B. Tagesprotokolle mit Energieverbrauch und höchster Viertelstundenleistung). Diese Protokolle werden in Dateien zur Weiterverarbeitung in übergeordneten Systemen abgelegt, können jedoch auch vom System auf Drucker ausgegeben werden.

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Grundlage der Energiebezugsoptimierung sind mehrere sog. Optimierungslisten, die die Reihenfolge der abzuschaltenden Verbraucher auf der Grundlage von deren Leistungsbezug festlegen. Innerhalb des Programmsetup sind die hierfür relevanten Einstellungen vorzugeben. Weiterhin ist die alphanumerische Meßwertausgabe auf dem Bildschirm frei parametrierbar. Wahlweise können für jede Meßgröße Bezeichnung, Einheit, Momentanwert der Leistung, kumulierte, bestellte und maximale Tages- und Monatsleistung zu zweckmäßig erscheinenden Tabellen, auch in mehreren Fenstern, zusammengestellt werden. Diese sowie die Parametrierungsfunktionen für das angeschlossene Meßsystem sind nur einem autorisierten Systemverantwortlichen zugänglich.

Als Hilfsmittel zur Überwachung und Einhaltung der bestellten Viertelstunden-Leistungsmaxima besteht für den Zählkanal des EVU-Summenwirkleistungsbezuges die Möglichkeit, ein spezielles Anzeigefeld („Leistungsdreieck") aufzurufen. In diesem Anzeigefeld enthalten ist ein Arbeit-Zeit-Diagramm für die laufende Viertelstunde zur optischen Trenddarstellung, die optische und numerische Anzeige der prognostizierten Viertelstundenleistung (Mittelwert), die numerische Anzeige der während der laufenden Viertelstunde gezählten Arbeit als absoluter Wert und als Wert relativ zum bestellten Viertelstundenwert, die aus diesen Werten resultierende verfügbare Restenergie sowie eine Anzeige der Korrekturleistung zur Einhaltung der drei eingestellten Leistungsziele.

Durch das Betriebspersonal ist keine Bedienung des Programms erforderlich, jedoch möglich. Im einzelnen sind folgende zusätzliche Funktionen anwählbar:

Schreiber-Grafik
Retro-Grafik
Grafik-Info bei zuvor aktivierter Grafikfunktion
Grafik-Druck bei zuvor aktivierter Grafikfunktion
Anwahl zusätzlicher Darstellungsfenster für numerische Werte
Dreieck
Optimierungslistenauswahl
Ausgabe der Archivdaten auf Diskette oder Drucker
ggf. Aktivierung von Aufruftarifen.

Erforderliche Eingaben werden in Dialogfenstern abgewickelt. Die Bedienung ist sowohl vollständig über die Tastatur wie auch mit Hilfe einer Maus möglich.

Das Setup für die einzelnen Programmfunktionen erfolgt teilweise bei laufendem Betrieb in Dialogfenstern, zum Teil sind auch bestimmte Funktionen durch dokumentierten ASCII-Dateien definiert, die der Kunde editieren kann.

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Hardwarekonfiguration

Die Betriebsdatenerfassungsanlage COMAopt besteht in der Grundvariante aus einem IBM-kompatiblen Rechner mit Bildschirm und Drucker, an den ein Meßsystem U 1600 der GOSSEN-METRAWATT GMBH angeschlossen ist. Das Meßsystem kann aus mehreren U 1600-Geräten bestehen; es registriert unabhängig vom Rechner Impulse von Energie- oder anderen Zählern und speichert den daraus resultierenden Viertelstunden-Belastungs-gang. Durch den Rechner oder eine Summenstation sollte eine Zeitsynchronisation über DCF 77 erfolgen. Durch das Programm COMAopt werden alle sechs Sekunden Zählwerte vom Meßsystem abgefragt, um gegebenenfalls Schalthandlungen vornehmen sowie Momentan- und Trendwerte darstellen zu können.

Ist an den Rechner ein Wählmodem angeschlossen, so können alle erzeugten Protokolldateien zu betriebsleitenden Stellen übertragen werden. Ferner sind bestimmte Fernwartungshandlungen möglich, beispielsweise auch das Aufspielen neuer Programmversionen. Diese Übertragungen geschehen auf Anforderung der jeweiligen Stelle unter Verwendung des MS-WINDOWS®-Pro-gramms COMAdat, ein Eingriff durch den Bediener ist nicht erforderlich.

Am Rechner kann auch ein (Standleitungs-) Modem angeschlossen sein, um bei unbesetztem Betrieb einer Betriebsstelle in Verbindung mit der entsprechenden Software für die Gegenstelle COMAfern eine Fernmessung mit allen hier beschriebenen Funktionen zu realisieren.

Ist der Rechner in ein Netzwerk eingebunden, so ist es möglich, die normalerweise nur auf der Festplatte dieses Rechners vorhandenen und per Diskettenkopie verfügbaren Archivdateien parallel in einen Netzwerkspfad für weitere Auswertungen abzulegen.

 

Software-Optionen

Neben den bereits bei der Hardwarekonfiguration genannten sind noch weitere Programmoptionen bzw. auf das System aufbauende selbständige Softwarekomponenten verfügbar:

Das Programm COMAopt kann mit im Tages-, Wochen- und/oder Jahreslauf unterschiedlichen Tarifstrukturen konfiguriert werden. In Verbindung hiermit ist dann auch die Realisierung eines Aufrufbetriebes (Lastreglerfunktion) möglich.

Sollen über die im Programm enthaltenen Visualisierungsfunktionen weitere kundeneigene Berechnungen bzw. Visualisierungen durchgeführt werden, so bietet sich das Tabellenkalkulationsprogramm MS Excel an. Eine erforderliche Datenkonvertierung als Voraussetzung für kundeneigene Auswertungen realisiert das Excel-Makro COMAKONV.XLM. Lastgangvisualisierungen (einschl. Datenkonvertierung) ermöglichen die im System COMAvis enthaltenen Makros.

 

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