COMAecs

Betriebsdatenerfassungssystem

Für U16xx Summenstationen der Fa. GOSSEN-METRAWATT GmbH

 

 
  1. Eigenschaften des Systems 

Das Betriebsdatenerfassungsprogramm COMAecs ist eine auf einem IBM-kompatiblen Personalcomputer (z.B. auch Industrie-PC) unter dem Betriebssystem WINDOWS lauffähige Online-Software zur computergestützten Meßwerterfassung und -archivierung auf Basis des Systems U16xx (Energy Control System) der GOSSEN-METRAWATT GMBH.  dient sowohl zur Visualisierung von Leistungsdaten, beispielsweise als Hilfsmittel für die Fahrweise von Industrienetzen, wie auch zur Gewinnung von Energiedaten, beispielsweise als Basis für kosten­stellenbezogene Abrechnungen.

Die Kommunikation zwischen den datenerfassenden Programmen (WINDOWS-NT-Dienstprogramme) und den visualisierenden Programmen erfolgt über das TCP/IP-Protokoll. Damit ist es möglich, daß die Datenvisualisierung im Rechnernetzwerk aus der Ferne erfolgen kann. Außerdem können mehrere Clientprogramme die Daten gleichzeitig darstellen.

 besteht aus mehreren Hardware- und Softwarekomponenten. Zu den Programmkomponenten gehören die Windows-NT-Dienstprogramme ecsdienst.exe (ECSDienst), comaecsd.exe (COMAecsDienst), das Visualisierungsprogramm cecsvisu.exe (CecsVisu) und das Parametrierungsprogramm cecspara.exe (CecsPara).

2. Die Dienstprogramme

Die Installation der Programme ECSDienst und COMAecsDienst muß auf einem Rechner mit dem Betriebssystem WINDOWS NT / 2000 erfolgen. Es muß gewährleistet sein, daß dieser Rechner ohne Unterbrechung läuft. Alle Serverdienstprogramme arbeiten auch dann, wenn kein Benutzer beim Betriebssystem angemeldet ist.

Der COMAecsDienst liest im Grundtakt von sechs Sekunden die Zählerstände aus den Summenstationen und legt diese in Ringspeicherdateien ab. Nach Ablauf eines Abrechnungsintervalls (meist ist dies eine Viertelstunde) werden die umgesetzten Leistungen, beim Tageswechsel die entsprechenden Zählerstände archiviert. Aus den Daten werden Momentan- und Trendleistungen berechnet. Die Clientprogramme werden aus dem Datenvorrat vom COMAecsDienst bedient und stellen die Daten entsprechend der aktuellen Konfiguration dar.

3. Das Visualisierungsprogramm

Die gemessenen Größen können auf dem Bildschirm dargestellt werden, und zwar online (alphanumerisch und grafisch) oder retrospektiv (ausschließlich grafisch und parallel zur on-line-Anzeige). Der retrospektive Verlauf gemessener Größen kann sowohl auf dem Bildschirm punktweise verifiziert als auch zur Weiterverarbeitung an andere Programme (z.B. MS-EXCEL) über die Zwischenablage von WINDOWS übergeben werden.

Die Darstellung alphanumerischer Messwerte auf dem Bildschirm ist frei parametrierbar. Wahlweise können für jede Meßgröße Bezeichnung, Einheit, Momentanwert der Leistung, kumulierte, bestellte und maximale Tages- und Monatsleistung zu zweckmäßig erscheinenden Tabellen, auch in mehreren Fenstern, zusammengestellt werden. Grenzwertüberschreitungen können durch eine Änderung der Farbe des Elementes kenntlich gemacht werden. Die lokalen sowie die Parametrierungsfunktionen für das ange­schlossene Meßsystem sind nur einem autorisierten Systemverantwortlichen zugänglich.

Comaecs-Dreieck

 

Als Hilfsmittel zur Überwachung und Einhaltung der bestellten Viertelstunden-Leistungsmaxima besteht für einen wählbaren Zählkanal die Möglichkeit, ein spezielles Anzeigefeld („Leistungsdreieck“) aufzurufen. In diesem Anzeigefeld enthalten ist ein Arbeit-Zeit-Diagramm für die laufende Viertelstunde zur optischen Trenddarstellung, die optische und numerische Anzeige der prognostizierten Viertelstundenleistung (Mittelwert), die numerische An­zeige der während der laufenden Viertelstunde gezählten Arbeit als absoluter Wert und als Wert relativ zum bestellten Viertelstundenwert, die aus diesen Werten re­sultierende verfügbare Restenergie sowie eine Anzeige der Korrekturleistung zur Einhaltung der drei eingestellten Leistungsziele.

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Durch das Betriebspersonal ist keine Bedienung des Programms zwingend erforderlich, jedoch möglich. Im einzelnen sind folgende zusätzliche Funktionen anwählbar:

    Schreiber-Grafik

    Retro-Grafik

    Mehrere Darstellungsfenster für numeri­sche Werte

    Messwerttabelle

    Leistungsdreieck

    Darstellung der Daten aus den Tagesdateien.

Erforderliche Eingaben werden in Dialogfenstern abgewickelt. Die Bedienung ist sowohl vollständig über die Tastatur wie auch mit Hilfe einer Maus möglich.

4. Die Parametrierung

Vor der erstmaligen Inbetriebnahme der Programme werden die Felder der INI-Dateien mit allgemeinen Startparametern belegt. Während des Einfahrens und Abstimmens der Komponenten können die wichtigsten Parameter für des Verhalten der Programme verändert werden. Die Parameter des Dienstprogramms können online verändert werden. Diese Änderungen werden immer beim Wechsel des Intervallzeitraumes (Viertelstunde) wirksam. Das Programm kann sowohl lokal oder im Rechnernetz von entfernten Stationen zum Einsatz gebracht werden. Die Änderung der Parameter kann nur von Personen vorgenommen werden, die die dafür vorgesehenen Rechte (Passwortschutz) besitzen.

5. Hardwarekonfiguration

Die Betriebsdatenerfassungsanlage  besteht in der Grundvariante aus einem IBM-kompatiblen Rechner mit Bildschirm und Drucker, an den ein Meßsystem U16xx der GOSSEN-METRAWATT GMBH ange­schlossen ist. Das Meßsystem kann aus mehreren U16xx-Stationen bestehen; es registriert unabhängig vom Rechner Impulse von Energie- oder anderen Zählern und speichert den daraus resultierenden Viertelstunden-Belastungsgang. Durch den Rechner oder eine Summen­station sollte eine Zeitsynchronisation über DCF 77 erfolgen.

Durch den Einsatz von TCP/IP-ISDN-Routern können das Visualisierungsprogramm und das Parametrierungsprogramm von Arbeitsplätzen mit Netzwerk- oder ISDN-Anschluss an beliebigen Orten ausgeführt werden. Mit TCP/IP kommt das im Internet verwendete Netzwerkprotokoll zum Einsatz.

 

 
 

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