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COMA Betriebsdatenerfassungssystem
Programmeigenschaften
Das
Betriebsdatenerfassungsprogramm COMA ist eine auf einem IBM-kompatiblen
Personalcomputer (z.B. auch Industrie-PC) unter dem Betriebssystem MS-DOS®
lauffähige on-line-Software. Es dient zur computergestützten Meßwerterfassung
und -archivierung und realisiert hierfür eine Meßfunktion im Grundtakt
von einer Sekunde sowie die Aktualisierung entsprechender Bildschirmanzeigen. Alle
übrigen, z.B. aus Bedienhandlungen resultierenden Aktivitäten werden ereignisgesteuert
und mit einer festgelegten Priorität in die zwischen den Messungen verbleibende
Zeitspanne eingetaktet.
Gemessene
Größen können grafisch auf dem Bildschirm dargestellt werden, und zwar online (immer
alphanumerisch und bei Bedarf grafisch) oder retrospektiv (ausschließlich grafisch und
parallel zur alphanumerischen on-line-Anzeige). Der Inhalt der grafischen
Bildschirmdarstellung ist auf Drucker ausgebbar. Der retrospektive Verlauf gemessener
Größen kann sowohl auf dem Bildschirm punktweise verifiziert als auch zur
Weiterverarbeitung in anderen Programmen auf Diskette ausgegeben werden.
Das
Programm verdichtet die gemessenen Werte selbsttätig zu Protokollierungszwecken (z.B.
Schicht- und Tagesprotokolle mit Mittel- und Extremwerten). Diese Protokolle werden in
Dateien zur Weiterverarbeitung in übergeordneten Systemen abgelegt, können jedoch auch
vom System auf Bildschirm oder Drucker ausgegeben werden.
Die alphanumerische Meßwertausgabe auf dem Bildschirm ist frei
parametrierbar. Wahlweise können für jede Meßgröße Bezeichnung, Einheit, aktueller
Meßwert sowie Minimal- und Maximalwert während des laufenden Auswertezeitraums zu
zweckmäßig erscheinenden Tabellen, auch in mehreren Fenstern, zusammengestellt werden.
Diese sowie die Parametrierungsfunktionen für die angeschlossenen Meßsysteme sind nur
einem autorisierten Systemverantwortlichen zugänglich.
Durch das
Betriebspersonal ist keine Bedienung des Programms erforderlich, jedoch möglich. Im
einzelnen sind folgende zusätzliche Funktionen anwählbar:
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Schreiber-Grafik |
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Retro-Grafik |
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Grafik-Info bei zuvor aktivierter Grafikfunktion |
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Grafik-Druck bei zuvor aktivierter Grafikfunktion |
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Anwahl zusätzlicher Darstellungsfenster (z.B. für |
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Temperaturen) |
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Auswertungen (Protokolldruck usw.) |
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Bildschirmschoner. |
Erforderliche
Eingaben werden in Dialogfenstern abgewickelt. Die Bedienung ist sowohl vollständig über
die Tastatur wie auch mit Hilfe einer Maus möglich.
Hardwarekonfiguration
Die
Betriebsdatenerfassungsanlage COMA besteht in der Grundvariante aus einem
IBM-kompatiblen Rechner mit Bildschirm und Drucker, an den ein Meßsystem (z.B. M 7100
der GOSSEN-METRAWATT GMBH) angeschlossen ist. Durch das Meßsystem M 7100 werden direkt
oder über Meßumformer angeschlossene analoge Größen (z.B. Leistungen, Spannungen...)
im Zeitraster von einer Sekunde erfaßt.
Es können
weiterhin Temperaturgrößen gemessen werden. Jeweils 8 Sensoren sind an eine Meßkarte
angeschlossen, in jeder Sekunde werden die Werte einer Temperaturmeßkarte ermittelt, so
daß sich bei beispielsweise 40 Temperaturmeßstellen ein Meßraster von 5 Sekunden für
jede Temperatur ergibt.
Das
Meßsystem M 7100 kann mit digitalen Eingabekarten zur Erfassung von
Schalterstellungen und anderen digitalen Meldungen komplettiert werden. In diesem Falle
werden diese Meldungen ebenfalls sekündlich ausgelesen und Veränderungen des
Schaltzustands gegenüber der vorhergehenden Sekunde auf Bildschirm, Drucker sowie in
einer Datei protokolliert.
Am Rechner
kann weiterhin ein Zählwerterfassungssystem (z.B. U 1600 der
GOSSEN-METRAWATT GMBH) angeschlossen sein. Dieses Gerät registriert unabhängig vom COMA-Rechner
Impulse von Energie- oder anderen Zählern sowie beispielsweise zur
Betriebsstundenzählung den Zustand von Abbildrelais. Die ermittelten Werte werden
täglich um Mitternacht zum Rechner übertragen und in Dateien abgelegt. Diese Dateien
stehen danach zur Protokollierung zur Verfügung. Eine on-line-Darstellung der hier
ermittelten Meßgrößen ist nicht vorgesehen.
Ist an den
Rechner ein Wählmodem angeschlossen, so können alle erzeugten
Protokolldateien zu betriebsleitenden Stellen übertragen werden. Ferner sind bestimmte
Fernwartungshandlungen möglich, beispielsweise auch das Aufspielen neuer
Programmversionen. Diese Übertragungen geschehen auf Anforderung der jeweiligen Stelle
unter Verwendung des MS-WINDOWS ®-Programms COMAdat, ein
Eingriff durch den Bediener ist nicht erforderlich.
Am
Rechner kann auch ein (Standleitungs-) Modem angeschlossen sein, um bei
unbesetztem Betrieb einer Betriebsstelle in Verbindung mit der entsprechenden Software
für die Gegenstelle COMAfern eine Fernmessung mit allen hier
beschriebenen Funktionen zu realisieren.
Referenz
Das
beschriebene Betriebsdatenerfassungssystem COMA wurde in 29 Umformerwerken
der Deutschen Bahn AG installiert. |
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